Seit dem das neue Schuljahr im STC am 13 Juni begonnen hat, ist mir ein Kind besonders in die Augen gefallen, ihr Name ist Gretschen. Sie ist
9 Jahre alt und geht in die Schule. Ziemlich am Anfang war sie schon sehr neugierig und hat mich viele Dinge gefragt und war irgendwie interessiert an mir. So habe ich mehr Zeit mit ihr verbracht, auch weil ich wusste, dass es vielleicht etwas für sie bedeutet, aber auch wollte ich es weil man es ihr ansieht, dass sie in einer ziemlichen Armut aufwächst und ich sie mag, was vielleicht auch an ihrer tiefen Stimme liegt =)
Da die Missionare ein neues Projekt mit dem Namen L.E.A.P. gegründet habe, dass als Unterstützung der Opfer des Taifuns 2009 gilt, versuche das Leitungsteam Beziehung zu den Kindern und Familien aufbauen. Da ich dann von Ate Jeanie erfahren habe, dass Gretschen auch unterstützt wird, wollte ich sie gerne das nächste Mal begleiten, wenn sie diese Besuche macht.

Gretschen
Somit hatte ich diese Woche Mittwoch die Gelegenheit bei 3 Hausbesuchen am Floodway mit dabei zu sein. Ganz besonders hat ich mich interessiert die Familie und die Hütte von Gretschen zu sehen, um mehr von ihr zu wissen. Das Leben dieses Kindes zu sehen hat mich sehr geschockt. Ich habe mehr über die Familie erfahren. Sie sind 10 Geschwister, also mit Vater und Mutter 12 Leute. Momentan leben sie mit 6 Personen in einer Hütte, die 8 qm² klein ist. Als ich die Wohnung sah, habe ich mich gefragt, wie da 6 Personen schlafen könnten. Ate Jeanie hat die Mutter gefragt, ob das Geld ausreicht, sie sagte: Pakain lang (nur für´s Essen).
Der Vater kam diesen Juni von seinem acht monatigen Gefängnisaufenthalt wieder, weil er bei einem Raub beteiligt war. Seine Frau musste sehen wie sie die Kinder ernährt. Sie hat keinen Job. Sie ist zu Hause, kümmert sich um die Kinder und versucht durch das Waschen von Klamotten von anderen Leuten bisschen Geld zu verdienen. Der Vater ist seit letztem Juni wieder frei und kann seinen alten Beruf als Taxifahrer nachgehen. Die älteren Söhne fahren in den umliegenden Gegenden wie Soldiers Village, Bliss, Marietta Müll einsammeln um dadurch paar Pesos zu bekommen.

Ihre 5-jährige Schwester (Bunzo - jüngste der Familie)
Gretschen hat von dem L.E.A.P. Projekt neue Schuhe für den Sportunterricht geschenkt bekommen. Den nächste Tag, nachdem ich bei ihr zu Besuch war, hat sie mir erzählt, dass sie sich total auf Pysical Education (Sportunterricht) freut, weil sie dann zum ersten mal solche Schule anziehen darf. Da fragte sie mich, wo denn die Schuhe, die von Adidas sind (natürlich eine Fälschung) gekauft wurden?! Sie fragte mich:“ America?“ – Sie war ganz verwundert, dass die Schuhe auf dem Pasig Palenke (großer Markt) gekauft wurden und hat sich tiersich darüber gefreut.
Wir waren so im Gespräche, wenn man das so nennen kann^^, als sie mich fragte, ob ich denn Schokolade mag. Sie würde es lieben. Wenn ich in Deutschland bin sollte ich ihr doch Schokolade senden. Ich habe sie nach dem Geschmacksrichtung gefragt, sie antwortet:“ Hmm milk!“. Wahrscheinlich hat sie noch nie so etwas gegessen, wie mit yoghurt, nugat... Geschweige denn jemals normale Schokolade.
Harte Realität und Ereignis, sie kennen zu lernen und mehr von ihr und von ihre Familie und Wohnverhältnissen zu erfahren.
Leider ist es eine Familie und vielen!
Sonst befinde ich mich jetzt ziemlich auf der Zielgeraden, also 7 Tage sind noch, dann wird es ernst. Viele Dinge stehen noch an, die ich gerne noch mal möchte. Auch will ich der Gretschen ein Geschenk machen, mit echter Rittersportschokolade. Mal sehen wie sie drauf reagiert. =)
Bis bald